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ASTRONOMIETAG 2010 Astronomie in Innsbruck: Vor einem Jahrhundert und heute
Führung in "alter" Sternwarte; Astronomie bei höchsten Energien
Astronomie – häufig auch als „Astrophysik“ bezeichnet – ist die wohl älteste Wissenschaft der Menschheit, zugleich jedoch eines der sich gegenwärtig am raschesten entwickelnden Wissensgebiete. Seit jeher faszinieren deren Erkenntnisse, die sich heutzutage zumeist auf Messungen mittels Hochtechnologie und Simulationen mit extrem leistungsstarken Computern gründen, die Öffentlichkeit. Anlässlich des internationalen „Astronomietags“ am 24. April geben Wissenschaftler vom Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck Einblicke in einen Teil ihrer Arbeiten beziehungsweise in deren Wurzeln, die in Innsbruck etwa ein Jahrhundert alt sind.

Diese Fundamente wurden in Innsbruck im wahrsten Sinn des Wortes durch den Bau der seinerzeit überaus modernen Sternwarte von Egon von Oppolzer gelegt.
Diese „alte“ im Innsbrucker Botanischen Garten gelegene Sternwarte (Sternwartestr. 13) beherbergt ein paar Juwelen damaliger astronomischer Instrumente und kann am 24.4. besichtigt werden. Die Führung (Dr. Herbert Hartl; freier Eintritt) wird um 15:30 Uhr beginnen und etwa 1 Stunde dauern.
Direkt anschließend könnten die Besucher zum Höhepunkt der Aktivitäten anlässlich des Astronomietags spazieren:

Der wird mit dem populärwissenschaftlichen Vortrag „Astronomie bei höchsten Energien“ von Univ.-Prof. Dr. Olaf Reimer erreicht (Beginn: 17:00 Uhr, Innsbruck, Karl-Rahner-Platz 3 bei der Jesuitenkirche, Kaiser-Leopold-Saal; freier Eintritt). Dieser hochkarätige, vor etwa 1 Jahr von der Stanford University in den USA nach Innsbruck gewechselte Wissenschaftler wird dabei Einblicke in eine von ihm mitgeprägte, neue und spannende, extrem aufstrebende Fachdisziplin vermitteln.

Sollten an „himmlischen Angelegenheiten“ Interessierte an obigen Terminen verhindert sein: es gibt eine weitere Möglichkeit, an diesem Tag astronomische Auskünfte diverser Art einzuholen: Prof. Dr. Ronald Weinberger steht, telefonisch, von 13 – 16 Uhr zur Verfügung (Tel. 0512-507-6035).

ASTRONOMIE BEI HÖCHSTEN ENERGIEN

Prof. Reimer erklärt dazu:
Nur ein sehr kleiner Ausschnitt des elektromagnetischen Spektrums ist für das menschliche Auge sichtbar. Dennoch erschließen wir seit Mitte des letzten Jahrhunderts unser Universum in den für das Auge unsichtbaren Bereichen der Radio- bis hin zur Röntgenstrahlung. Eine neue Generation von Gammastrahlungsteleskopen hat in den letzten Jahren ein weiteres Fenster zu unserem Kosmos aufgestoßen und misst Licht mit einer milliardenfach höheren Energie als im sichtbaren Bereich. Diese Gammastrahlung entstammt extremen Orten des Weltalls wie den Stoßwellen explodierender Sterne, die sich über tausende von Jahren durch die Weiten des Alls ausbreiten, oder der Umgebung von riesigen Schwarzen Löchern, die enorme Materiemengen in Form von Jets ausstoßen, die über abertausende von Lichtjahren reichen.
Ich werde neueste Resultate dieser jüngsten aller astronomischen Disziplinen vorstellen. Doch als erster uns bekannter Bote dieses hochenergetischen Universums gilt die so genannte Kosmische Strahlung, die als ein ständiger Strom von Teilchen auf unsere Erde trifft.
Auch fast 100 Jahre nach ihrer Entdeckung wissen wir noch nicht, woher sie stammt. Sagen uns die Gammastrahlungsteleskope, wo deren Quellen liegen? (Im Anschluss an den Vortrag stehe ich gerne für Fragen zur Verfügung).
Weitere Infos
RegionTirol (Österreich)
WasFührung in Sternwarte; Vortrag an Theolog. Fakultät
Wann24.04.2010, 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr
WoInnsbruck, Sternwarte im Botanischen Garten, Kaiser-Leopold-Saal, Theologische Fakultät
Sternwartestraße 13, Karl-Rahner-Platz 3
WerInstitut für Astro- und Teilchenphysik
KontaktAo. Univ.-Prof. Dr. Ronald Weinberger, Ronald.Weinberger@uibk.ac.at, 0512-507-6035
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