| 23. November Wissenschafter des Instituts für Astronomie der Universität Wien beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit der Erforschung chemisch pekuliarer (CP) Sterne. Erstmals entdeckt wurden sie in unserer Milchstraße 1897 von der amerikanischen Astronomin Antonia Maury. Nun ist es erstmals gelungen, deren Existenz in der Großen Magellanschen Wolke nachzuweisen. Martin Netopil und Ernst Paunzen, beide Astrophysiker an der Universität Wien, haben dazu zusammen mit Donald J. Bord (University of Michigan, USA) kürzlich im renommierten Journal "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" publiziert. |
| 18. November In einem gemeinsamen Projekt untersuchen Gerhard Hensler vom Institut für Astronomie und Pavel Kroupa (Universität Bonn) sogenannte Gezeiten-Zwerggalaxien. Die sind in jenen großen Materieauswürfen (Gezeitenarmen) zu finden, die beim Verschmelzen zweier Galaxien entstehen. Doch jeder Schritt in Richtung besseres Verständnis der Gezeitenzwerge bedeutet für die beiden Sternforscher, sich mehr und mehr von einer Theorie zu entfernen, die in der Astronomie fast schon ein Dogma ist: In ihrer aktuellen Publikation stellen sie die Existenz der Dunklen Materie in Frage. |
| 1. September Kürzlich wurden mit Hilfe des Satellitenteleskops Herschel große Mengen Wasserdampf mit einer Temperatur von rund 700 Grad Celsius in der Hülle des alternden Kohlenstoffsterns CW Leonis entdeckt. Diese überraschende Erkenntnis wirft neue Fragen zur chemischen Zusammensetzung von Sternen in ihren Endstadien auf. Wissenschafter der Universität Wien publizieren dazu im renommierten Fachjournal "Nature". |
| 12. August Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Innsbrucker Astroteilchenphysik konnte erstmals eine Verbindung zwischen der Helligkeitsveränderung und hochenergetischer Gammastrahlung bei einem Novaausbruch herstellen. Die mit Hilfe des Weltraumteleskopes Fermi gewonnenen Ergebnisse werden in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. |
| 16. Juli Die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse, die mit dem Herschel Weltraumteleskop erzielt wurden, erscheinen diese Woche in einer Sonderausgabe der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics. Basierend auf Daten, die in den ersten Monaten des Betriebs dieses ESA-Observatoriums gesammelt wurden, beschäftigen sich die 152 neuen Publikationen mit einer Vielzahl an verschiedenen astrophysikalischen Themen, von Körpern des nahen Sonnensystems über neu entstehende Sterne in unserer Galaxie bis hin zu sehr fernen Galaxien. |
| 22. Juni Die Sonne macht sich derzeit rar, dafür haben ForscherInnen der Karl-Franzens-Universität Graz "explosive" Neuigkeiten vom heißen Stern zu berichten. Einem Team unter der Leitung von Dr. Astrid Veronig vom Institut für Physik ist es erstmals gelungen, die Schockwellen von Eruptionen auf der Sonne in ihrer dreidimensionalen Struktur zu beobachten. |
| 14. Juni "Die Entdeckung von sieben neuen Exoplaneten durch das europäische CoRoT-Weltraumteleskop bringt uns dem Verständnis über die Entstehung und Evolution von Planeten, einschließlich derer im eigenen Sonnensystem wieder einen Schritt näher", sagt Dr. Helmut Lammer vom Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Graz. |
| 11. Juni Eine internationale Studie unter österreichischer Beteiligung hat untersucht, wie sich die Vorhersagen der Dunkle-Materie-Theorie mit Beobachtungsdaten decken. Die Forscher sind dabei auf fünf schwer zu erklärende Widersprüche gestoßen. |
| 27. Mai Wolfgang Baumjohann, Direktor des Instituts für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), ist in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt worden. Die Leopoldina ist die älteste ununterbrochen existierende naturwissenschaftlich-medizinische Akademie der Welt mit einer fast 360-jährigen Tradition und ist seit 2008 Deutschlands Nationale Akademie der Wissenschaften. |
| 6. Mai Die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse des ESA Infrarot-Weltraumteleskops Herschel enthüllen bislang verborgene Details der Sternentstehung. Neue Bilder zeigen Tausende, weit entfernte Galaxien, in denen ungestüm Sternengeburten stattfinden, und prachtvolle sternbildende Staubwolken, die sich über die gesamte Milchstraße hinziehen. Auf einer Aufnahme ist sogar ein "unmöglicher" Stern während seiner Entstehung zu sehen. |
| 6. April Hinter allen Aktivitäten der Weltraum-Forschung steht letztlich die Frage: Gibt es Leben im All? Auch am Institut für Physik der Karl-Franzens-Universität Graz arbeiten WissenschafterInnen daran, der Antwort einen Schritt näher zu kommen. Einer von ihnen ist Mag. Jörg Weingrill. Im Rahmen seiner Dissertation, betreut von Univ.-Prof. Dr. Arnold Hanslmeier, sucht der Jungforscher nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. |
| 1. April In der Radiogalaxie Centaurus A gibt es riesige Radioblasen. Diese hat nun ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Innsbrucker Astroteilchenphysiker Dr. Anita Reimer und Prof. Olaf Reimer nach zehnmonatigen Beobachtungen erstmals im Gammastrahlenlicht nachgewiesen und räumlich aufgelöst. Die Daten wurden mit Hilfe des Gammastrahlen-Weltraumteleskops Fermi gewonnen und heute in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. |
| 30. März Um 13:06 CEST sind am LHC erstmalig Protonstrahlen mit einer Energie von 7TeV kollidiert womit nun das LHC Physik Programm beginnt. Teilchenphysiker auf der ganzen Welt erwarten mit dem Beginn einer langen Phase der Datennahme bei mehr als dem dreifachen der bisherigen Energien viele neue Erkenntnisse. (Anm. d. Red.: Das Institut für Hochenergiephysik, HEPHY, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist an CMS, einem der vier Experimente am LHC, beteiligt und wird auch Daten dieses Detektors auswerten. Die Forscher suchen unter anderem nach Teilchen der Dunklen Materie.) |
| 23. März Eine umfassende Übersicht von geophysikalischen und astrophysikalischen Bedingungen, die notwendig sind, damit sich Klima- und Umweltbedingungen zur Entstehung von Leben einstellen können, sind in der von Dr. Lammer vom Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zusammengestellten und soeben erschienen Sonderausgabe der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Astrobiology unter dem Titel Habitability Primer beschrieben. |
| 17. März Das CoRoT-Weltraumteleskop hat mit Grazer und Wiener Beteiligung sowie Beobachtungen der ESO einen Exoplaneten entdeckt, dessen physikalische Beschaffenheit spektroskopische Untersuchungen während eines Transits um seinen Stern zulässt. In einem soeben erschienenen „Nature”-Artikel wird die Entdeckung von CoRoT-9b, der in Merkurdistanz (0.36 AU) um einen sonnenähnlichen Stern kreist, beschrieben. Mit einer mittleren Atmosphärentemperatur von etwa 250 − 430 K ist er Jupiter sehr ähnlich |
| 17. Februar Jets sind gewaltige, gerichtete Materieauswürfe aus Schwarzen Löchern entfernter Galaxien. Laut einer heute in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Studie verhalten sie sich anders als bisher geglaubt. Ein internationales Team von Wissenschaftlern – unter ihnen die Innsbrucker Astroteilchenphysiker Dr. Anita Reimer und Prof. Olaf Reimer – konnte zeigen, dass der dominante Teil der Jetstrahlung, nämlich Gammastrahlen, viel weiter entfernt vom Schwarzen Loch entsteht als bisher erwartet. Die Forscher werteten dazu Daten von mehr als 20 verschiedenen Teleskopen, darunter das Fermi Gammastrahlen-Weltraumteleskop, aus. |
| 5. Februar Seit 2006 lag unser Gestirn im "Sonnenfleckenschlaf". Seit kurzer Zeit sind aber wieder große Sonnenflecken auf ihr sichtbar: ein unverkennbares Zeichen für das Wiedererwachen der Sonnenaktivität, wie die beiden Astronomen David Kuhness und Werner Pötzi in einem Gastbeitrag schreiben. |
| 1. Februar Univ.Prof. Dr. Manuel Güdel übernimmt die Professur für Satelliten- und experimentelle Astronomie an der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie. Seine Arbeitsgebiete sind: Sternentstehung, zirkumstellare Scheiben und junge planetare Umgebungen, Hochenergieastrophysik, Infrarot- und Radioastronomie, Strahlungsprozesse. |
| 1. Februar Univ.-Prof. Dr. João Alves übernimmt die Professur für Stellare Astrophysik an der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie. Seine Arbeitsgebiete sind: Die Struktur des interstellaren Mediums, der Ursprung von Sternen und Planeten, Instrumentation im nahen Infrarot, Leben im Universum. |
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30. Dezember 2009 war für die Astronomie ein ereignisreiches Jahr: Neben der Platzierung neuer Teleskope im All ging die Suche nach extrasolaren Planeten und "kosmischem" Wasser weiter. Heuer wurde auch das "Internationale Jahr der Astronomie" gefeiert. Die Anlässe: Galileis erster astronomischer Einsatz von Teleskopen und die Begründung der modernen Himmelsmechanik durch Kepler. |
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21. Dezember Erste Ergebnisse von Herschels wissenschaftlicher Demonstrationsphase wurden bei einem kürzlich abgehaltenen Workshop präsentiert. Sowohl PACS als auch SPIRE wurden auf all ihre Fähigkeiten überprüft. Beide Instrumente bestanden die Tests mit Auszeichnung. |
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17. Dezember In dem neuen Blockbuster Avatar besuchen Menschen den bewohnbaren − und bewohnten − fremden Mond Pandora. Die Kepler Mission der NASA zeigt bereits das Potential, Objekte in Erdgröße zu entdecken, daher könnten bewohnbare Monde bald wissenschaftlich nachgewiesen werden. Wenn solche in der Nähe entdeckt werden, wird das James Webb Space Telescope (JWST) in der Lage sein, die Atmosphäre zu studieren und wichtige Gase wie Kohlendioxid, Sauerstoff und Wasserdampf zu entdecken. Das geht aus einer Studie der Astronomin Lisa Kaltenegger vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics hervor. (Anm. d. Red.: Lisa Kaltenegger ist aus Österreich und studierte in Graz.) |
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10. Dezember Nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Südsternwarte (ESO) am 1. Juli 2008: WissenschafterInnen der Universitäten Linz, Wien und Innsbruck sowie das Johann Radon Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) erhalten zwei Forschungsaufträge, die im Rahmen der ESO Beitrittsgebühr vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung finanziert werden. Ronny Ramlau vom Institut für Industriemathematik der Universität Linz und Werner Zeilinger vom Institut für Astronomie der Universität Wien koordinieren die zwei Astronomie-Projekte. |
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30. November Die Kulturabteilung der französischen Botschaft und das Institut für Astronomie begehen gemeinsam am Dienstag, 1. Dezember 2009, einen Festakt anlässlich der Unterzeichnung eines Abkommens zum gemeinsamen Astronomie-Doktoratsstudium zwischen Pariser Universitäten und der Universität Wien. |
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27. November Die Veröffentlichung neuer Spektren, aufgenommen mit den SPIRE, PACS und HIFI Instrumenten am Herschel Weltraumteleskop während der Testphase, rückt die Herschel-Spektroskopie ins Rampenlicht. Zusammen mit früheren Aufnahmen ist das Weltraumteleskop nun auf dem besten Wege zu demonstrieren, dass es die versprochene Qualität bei Bildern und Spektren erfüllen kann. |
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26. November Mit dem Gammastrahlen-Weltraumteleskop Fermi hatte ein internationales Forscherteam − darunter der Astrophysiker Olaf Reimer von der Universität Innsbruck − ein rätselhaftes Sternensystem ins Visier genommen: den Mikroquasar Cygnus X-3. Die Wissenschaftler berichten nun in der Fachzeitschrift Science über den ersten eindeutigen Nachweis von hochenergetischer Strahlung von einem Mikroquasar. |
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4. November Wenn in Filmen oder Romanen Außerirdische auftauchen, schauen sie uns Menschen oft verblüffend ähnlich. Aber nicht nur Science-Fiction-AutorInnen, auch WissenschafterInnen fällt es schwer, sich Leben vorzustellen, das auf völlig anderen Prinzipien beruht als jenes auf der Erde. Eine neue, international vernetzte Forschungsplattform an der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie und der Fakultät für Physik will den astronomischen "Geozentrismus" aufbrechen und die Suche nach Spuren von Leben im All um neue Parameter erweitern. |
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28. Oktober Das Fermi Gammastrahlen-Weltraumteleskop sendet seit einem Jahr wissenschaftliche Daten zur Erde. Über eintausend einzelne Gammalichtquellen konnten bereits entdeckt werden. Nun berichten die beteiligten Wissenschaftler − unter ihnen der Innsbrucker Astroteilchenphysiker Olaf Reimer − in der Fachzeitschrift Nature über eine Messung, die neue Einblicke in die Struktur von Raum und Zeit geben. |
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7. Oktober Im Internationalen Jahr der Astronomie machen Himmelsbeobachter auf das Phänomen der Lichtverschmutzung aufmerksam. Denn der maßlose Einsatz von Kunstlicht hat so seine Schattenseiten. |
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2. Oktober Bilder des Herschel Weltraumteleskops, aufgenommen während der Testphase, zeigen bisher noch nicht beobachtete Details in einer Region der Milchstraße nahe der galaktischen Ebene. Diese Bilder demonstrieren, dass der "SPIRE/PACS Parallelmodus", ein wichtiger Beobachtungsmodus des Teleskops, die erwarteten Leistungen erbringt. |
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28. September Mit den Gammastrahlen-Teleskopen H.E.S.S. wies eine internationale Forschungsgruppe erstmals Hochenergie-Gammastrahlung aus dem Sternentstehungsgebiet einer Spiralgalaxie nach. Die Wissenschaftler − unter ihnen Prof. Olaf Reimer von der Universität Innsbruck − berichten darüber heute in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Science. |
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19. September Astroseismologen erforschen die Lichtkurven von Sternen, die den Schwingungsformen von Musikinstrumenten ähneln. Am Sonntag, den 20. September 2009, feiert die Oper "Kepler" im Linzer Landestheater Premiere. Das Auftragswerk entstammt der Feder des 1937 in Baltimore geborenen US-Komponisten Philip Glass, der spätestens durch die Filmmusik zu "Koyaanisqatsi" zum internationalen Star wurde. |
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17. September Die Entdeckung des ersten erdähnlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems ist nun bestätigt worden: Die Radiusbestimmung mit dem Satelliten und Massemessungen an der Europäischen Südsternwarte (ESO) hätten belegt, dass der im Februar 2009 erstmals beobachtete extrasolare Planet aus einer festen Oberfläche besteht, erklärte Rudolf Dvorak vom Institut für Astronomie der Universität Wien. Der Planet wurde nach seinem Entdecker-Satelliten "Corot-7b" benannt. |
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15. September Ein gewaltiger Gewittersturm in Saturns Atmosphäre, der Mitte Jänner 2009 begann, wurde zum am längsten durchgehend beobachteten Gewitter im Sonnensystem. Die Beobachtungen des Gewittersturms wurden am 15. September von Dr. Georg Fischer vom IWF der Österreichischen Akademie der Wissenschaften auf dem European Planetary Science Congress in Potsdam bekanntgegeben. |
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5. August EUROPLANET startet ein 4-jähriges Folgeprojekt mit dem Ziel der Koordinierung und Intensivierung der Weltraumforschung im Bereich der Planetologie. Im Rahmen dieses EU-Projektes liegen die Aufgaben des Instituts für Weltraumforschung (IWF) der österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in der Koordinierung von boden- und weltraumgebundenen Beobachtungen der Planeten und planetennahen Räume durch bodengestützte Instrumente bzw. durch Satelliten und Raumsonden. |
| 11. Juli Herschel hat nun mit allen Instrumenten die ersten Testbeobachtungen durchgeführt - und die Ergebnisse sind spektakulär. Galaxien, Sternentstehungsgebiete und sterbende Sterne waren die ersten Ziele des Teleskops. Die Instrumente lieferten bei ihren ersten Versuchen spektakuläre Daten; sie fanden Wasser und Kohlenstoff und zeigten dutzende ferne Galaxien. |
| 3. Juli Durch das NASA-Weltraumobservatorium "Fermi Gamma-Ray Space Telescope" (FGST) haben Astronomen 16 Pulsare aufgespürt. Von den Himmelskörpern erreicht uns hochenergetische Gammastrahlung. Analysen haben ergeben, dass die Quellen der Strahlung Neutronensterne in unserer Galaxie sind. Die Forschungen, an denen Olaf Reimer vom Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck maßgeblich beteiligt war, wurden online in "Science" veröffentlicht. |
| 22. Juni Die Cluster und Double Star-Missionen haben innerhalb von neun Jahren den Meilenstein von 1.000 wissenschaftlichen Publikationen erreicht, die auf Grundlage der mit ihnen gewonnenen Daten in peer-reviewed Journalen veröffentlich wurden. Unter den Top 10 Wissenschaftlern, die hierbei die meisten Artikel veröffentlicht haben, befinden sich vier Wissenschaftler des Instituts für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. |
| 19. Juni Am 14. Juni öffnete Herschel seine "Augen" und das PACS (Photoconductor Array Camera and Spectrometer) Instrument machte eine erste Testaufnahme von M51, der Whirlpoolgalaxie. Die drei Bilder, aufgenommen in drei Farben, zeigen klar die Überlegenheit dieses größten Infrarot-Weltraumteleskops, das je im All war. |
| 15. Juni Die rund 50 Kreisgrabenanlagen in Niederösterreich gehören zu Europas ältesten Monumentalbauten. Laut Forschern könnten zumindest einige von ihnen riesige Kalender gewesen sein. über die interdisziplinäre Forschungsplattform Archäologie (VIAS) und in Zusammenarbeit mit dem Astronomen Georg Zotti hat sich der Verdacht nun bestätigt. |
| 20. Mai Über 300 sogenannte Rote Riesen - gewaltig aufgeblähte Sterne kurz vor ihrem Ende - haben Astronomen mit Hilfe des Weltraumteleskops "Corot" durchleuchtet und damit die Verhältnisse im Inneren der Sterne aufgeklärt. |
| 18. Mai Die zunehmende künstliche Aufhellung des nächtlichen Himmels ist Astronomen ein Dorn im Auge, die steigende Anzahl an Lichtquellen auf Erden macht den Forschern die Beobachtung zunehmend schwerer. |
| 14. Mai Mit dem Doppelstart des Infrarot-Weltraumteleskops Herschel und der Mission Planck zur Erforschung der kosmischen Hintergrundstrahlung der ESA an Bord einer Ariane-5 vom europäischen Raumflughafen in Französisch-Guayana hat die ESA Donnerstag Nachmittag zwei der bisher anspruchsvollsten Vorhaben zur Erforschung der Geheimnisse der dunkelsten, kältesten und ältesten Regionen des Universums erfolgreich auf den Weg gebracht. |
| 8. Mai Müssen wir Newtons Gravitationstheorie modifizieren, weil sie viele Beobachtungsbefunde der Astrophysik nicht erklären kann? Inzwischen mehren sich die Stimmen, die diese These unterstützen. Zwei neue Studien dürften ihr nun weiteren Auftrieb geben. Durchgeführt wurden sie von Pavel Kroupa und Manuel Metz aus Bonn gemeinsam mit Gerhard Hensler und Christian Theis vom Institut für Astronomie der Universität Wien und Helmut Jerjen von der Nationaluniversität Australiens in Canberra. Ihre Ergebnisse könnten das Theorie-Gebäude der Standardphysik ins Wanken bringen. |
| 28. April Demnächst soll Herschel, das momentan leistungsfähigste Infrarot-Teleskop, ins All geschossen werden. Die extraterrestrische Sternwarte soll unter anderem Aufschlüsse über das Ende sonnenähnlicher Sterne geben. Mit an Bord: Know-how aus Österreich. |
| 28. April Am 14.Mai soll Herschel, das Oberservatorium der Europäischen Weltraumorganisation (Esa), starten. "Da Herschel in der Lage ist, Dinge zu sehen, die noch nie beobachtet wurden, sind wir auf Überraschungen eingestellt", frohlockt Roland Ottensamer vom Institut für Astronomie der Uni Wien, der seit 2001 mit der Programmierung des Infrarot-Satelliten beschäftigt war. |
| 23. April Ein internationales Team von Wissenschaftlern fand heraus, dass Gasriesen in einer engen Umlaufbahn um ihre Sterne im Laufe ihres Lebens ein Viertel ihrer Masse verlieren könnten. Das Team fand, dass Planeten mit einer Distanz von unter 2% einer Astronomischen Einheit (AE) von ihrem Stern ihre Atmosphären komplett verlieren könnten, sodass nur der Kern übrig bleibt. Das Team unter Leitung von Helmut Lammer vom Institur für Weltraumforschung der Österr. Akademie der Wissenschaften glaubt, dass die kürzlich entdeckte Supererde CoRoT-7b, die weniger als zwei Erdmassen hat, der übrig gebliebene Kern eines Neptun-großen Planeten sein könnte, aber nicht der eines größeren Gasriesen. |
| 17. April Chemisch "pekuliare" Sterne - Sterne mit gewissen Abweichungen - werfen für die Astronomie immer noch viele Fragen auf. Obwohl bereits seit über hundert Jahren bekannt, sind gewisse Phänomene, die sie von "normalen" Sternen unterscheiden, noch nicht wirklich erklärbar. Im Rahmen des Forschungsprojekts "Delta-a-Photometrie von offenen Sternhaufen" nahm Hans Michael Maitzen die rätselhaften Sterne unter die Lupe - bzw. unter das Teleskop. |
| 19. März Der Großteil des sichtbaren Universums wird durch Sterne definiert. Mehr über den Aufbau und die Entwicklung der "Brennöfen des Universums" in Erfahrung zu bringen, lag im Zentrum eines kürzlich abgeschlossenen FWF-Forschungsprojekts unter der Leitung von Werner W. Weiss. Untersuchungsgegenstand waren sogenannte Hauptreihensterne. |
| 17. März Heute Nachmittag wurde der Satellit zur Bestimmung des Schwerefelds und der stationären Ozeanzirkulation (GOCE) der ESA mit einer russischen Rockot-Trägerrakete vom Kosmodrom Plessezk in Nordrussland in eine quasi sonnensynchrone niedrige Erdumlaufbahn befördert. (Das IWF der ÖAW ist an der Mission maßgeblich an zahlreichen Studien beteiligt. Anm. d. Red.) |
| 13. März Das Österreichische Weltraumforum und die Universität Innsbruck führen derzeit gemeinsam mit vier Tiroler Schulen ein einzigartiges Weltraum-Projekt durch. Forscher und Schüler bauen gemeinsam einen Raumanzug. |
| 19. Februar Mit einiger Verzögerung hat der parlamentarische Wissenschaftsausschuss einstimmig dem Beitritt Österreichs zur "Europäischen Südsternwarte" (ESO) zugestimmt. |
| 3. Februar Bisher konnte man außerhalb des Sonnensystems aus technischen Gründen nur sehr große Planeten identifizieren. Das französische Weltraumteleskop CoRoT, bei dem auch Grazer Techniker und Wissenschaftler des Instituts für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mitwirken, hat nun als weltweit erstes Instrument den bisher kleinsten Exoplaneten mit der Größe von 1,75 Erdradien direkt entdeckt. |
| 22. Jänner Der Großteil aller Sterne besitzt keine konstante Leuchtkraft, sondern weist unterschiedliche Helligkeitsschwankungen auf. Durch genaue Messungen der Schwingungen und Frequenzen solch pulsierender Sterne können AstroseismologInnen den chemischen Aufbau und die Entwicklung dieser Sonnen nachvollziehen. Der Astronom Michel Breger untersuchte in seinem kürzlich abgeschlossenen FWF-Projekt "Stellare Seismologie" fünf pulsierende Sterne über drei Jahre hinweg. |
| 21. Jänner Im heurigen "Internationalen Jahr der Astronomie 2009" geht für den Vorstand des Instituts für Astronomie an der Universität Wien, Gerhard Hensler, ein langjähriger Wunsch in Erfüllung: Ab Herbst dieses Jahres können die Wiener Astronomen einen Hochleistungsrechner nutzen, der gemeinsam von der Uni Wien, der Technischen Universität (TU) und der Universität für Bodenkultur (BOKU) betrieben wird. Dienstagabend eröffneten Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) und Hensler das "Astronomiejahr 2009" für Österreich in Wien. |
| 14. Jänner Unsere Erde, der einzige Planet, auf dem Leben möglich ist? Bisher konnte nichts Gegenteiliges bewiesen werden. Die Astronomin Elke Pilat-Lohinger von der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie ist der Überzeugung, dass unser Sonnensystem nicht das einzige System ist, das Leben auf einem seiner Planeten ermöglicht. Im Rahmen des FWF-Projekts "Dynamische Entwicklung von Planeten in der Habitablen Zone" versucht sie, der Antwort auf diese Frage einen Schritt näher zu kommen. |